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Die Zukunft ist jetzt: Öffentliche Erklärung der Ulysseus-Studierenden zur militärischen Aggression in der Ukraine

ukraine students statement
Ulysseus students' voice about war and the military aggresion in Ukraina

Ulysseus-Studierende äußern sich zum Krieg und der militärischen Aggression in der Ukraine

Die europäische Universität Ulysseus hat die militärische Aggression in der Ukraine in einer am 26. Februar veröffentlichten Erklärung verurteilt. Nun möchten wir – als Teil unseres Co-Creation-Gedankens – einem/einer Ulysseus-Studierenden der Universität Genua eine Stimme geben, der/die einen Brief geschrieben hat, den wir als öffentliche Erklärung unserer Studierenden teilen

„Am 24. Februar 2022 wachte die Welt mit der schockierenden Nachricht eines neuen Krieges auf, der für die meisten von uns unterschätzt und abgetan wurde. Und was nun? Was wird geschehen? Kann ich etwas dagegen tun?

Während diese Vorstellungen heute Morgen in unseren Köpfen aufgetaucht sind, wahrscheinlich in der wohligen Wärme unserer Häuser, sind die ukrainischen Bürger/innen durch Bomben, Raketen und Notfallsirenen aufgewacht. Können Sie den Unterschied erkennen? Sehen Sie, wie unsere Mitmenschen schreien, weinen und die schlimmsten Realitäten erleben, von denen sie gehofft hatten, sie nie zu erleben?

Wir alle sind in der Lage, uns das vorzustellen, aber vielleicht nicht, es wirklich zu sehen. Wenn wir wirklich unsere Augen öffnen und in das alptraumhafte gegenwärtige und zukünftige Leben unserer Mitmenschen blicken, können wir uns nicht weigern zu handeln. Ich mag ein/e Utopist/in sein, aber in diesem Fall bin ich stolz darauf, eine/r zu sein!

Ich möchte glauben, dass noch nicht alles verloren ist, ich möchte glauben, dass die Hoffnung in uns ewig währt. Ich möchte daran glauben, dass wir in der Lage sein werden, das Leben vieler Zivilisten zu retten, indem wir diese Krise so schnell wie möglich lösen.

Noch vor zwei Monaten waren meine Studienkolleg/innen und ich in Sevilla die Vertreter/innen und Sprecher/innen der dringendsten Probleme in Europa, die bei der „Konferenz über die Zukunft Europas“ behandelt werden sollten. Aber jetzt, nur einen Monat vor diesem beispiellosen Ereignis, über welche Zukunft können wir diskutieren, ohne die grundlegende Garantie des Friedens?“

Wir alle wissen, was Krieg bedeutet, und wir alle wissen, dass Europa keine Zukunft hat, wenn der Krieg nicht gemeinsam bekämpft und verurteilt wird: Dies war in der Tat das Hauptziel der ersten europäischen Gemeinschaften, die auf den Trümmern eines zerstörten Kontinents gegründet wurden. Wie Roberta Metsola, die neu gewählte Präsidentin des Europäischen Parlaments, in ihrer Antrittsrede sagte: „Europa hat eine Geschichte des Krieges und der Heilung“. Es ist daher höchste Zeit, dass wir, die neuen Generationen des Europäischen Hauses, die Treppe zu einer friedlichen und gemeinschaftlichen Zukunft erklimmen, die unsere Vorgänger/innen für uns errichtet haben. Und es ist höchste Zeit, dass wir, sobald wir diese erste Etage erreicht haben, zusammenarbeiten, um weitere Schritte zur Verbesserung und Entwicklung zu unternehmen, indem wir eine kooperative Diplomatie und wirksame Antworten gegen Militarismus, Imperialismus und Souveränismus umsetzen.

Unser überzeugtes europäisches Gefühl soll die Lampe in der Nacht für diejenigen sein, die ihren Glauben an diese Union verloren haben, und Odysseus soll der Held dieser harten, aber erfolgreichen Reise sein. Wir, die europäischen Studierenden, müssen unseren ukrainischen Kommiliton/innen, die die Zukunft ihrer eigenen geliebten Nation darstellen, die Hand zur konkreten Hilfe reichen: Ohne sie, wird die gesamte ukrainische Gesellschaft zusammenbrechen und verschwinden.

Wir haben jetzt die Gelegenheit und die Verantwortung zu beweisen, dass diejenigen, die den Weltfrieden und die internationale Sicherheit verletzen, gegen die Menschlichkeit verstoßen, und vor diesem Hintergrund werden wir niemals stillstehen und nur zuschauen, und wir werden auch nicht stumm sein.

Auf die Frage „Was nun?“, werden wir mit dem Vorschlag eines europäischen Bürgerbegehrens antworten, um unsere Vertreter/innen dazu zu bringen, als die Aristokraten zu handeln, die sie sein sollten: die Besten unter uns.

Auf die Frage „Was wird geschehen?“, werden wir bestätigen, dass die Zukunft nie sicher ist, aber, wenn wir heute alle gemeinsam reagieren, werden wir unsere Aufgabe erfüllen, die wahren Akteure unserer Gesellschaft zu werden: einer gerechten und liberalen Gesellschaft.

Auf die Frage “Kann ich etwas dagegen tun?”, werden wir antworten, dass wir alle Jemanden brauchen. Wir brauchen uns gegenseitig und dieses Haus braucht uns, um ein Zuhause für die gesamte europäische Familie zu sein.

“SEGELT MIT ULYSSEUS GEGEN RAUE MEERE!”

Marta Serra, Universität Genua